Baubericht Bücker Jungmeister

Hallo,

die Bücker Jungmeister kam aus heiterem Himmel durch einen Garagenkauf zu mir. Am Anfang dachte ich, es ist nicht mehr viel zu tun, da sie bereits bespannt war,  leider war die Bausubstanz doch nicht ganz nach meinen Vorstellungen.

Im Anschluss googlete ich nach Infos zu dieser Maschine. So entstand bei mir das Interesse, die Maschine vorbildähnlicher zu gestalten, wie sie bei meinen Erwerb war.

Leider machte ich keine Fotos vom Urzustand der Jungmeister. Ich entschloss mich, die Maschine zu enthäuten, um ein paar!!!! Änderungen durchführen zu können.

Das Modell kam ursprünglich von Rödel Modellbau, es dürfte eine von den ersten Versionen gewesen sein. Bei Recherchen im Internet stieß ich immer wieder auf die Höhenruderlagerung, die ich dann im Modell ebenfalls umsetzen wollte.

Anschließend kamen die Flächen dran, hier waren leider nur die unteren Flächen mit Querrudern bestückt, und das auch noch mit grässlichen Scharnieren.

Hier musste natürlich nachgebessert  werden, so baute ich an beiden Flächen eine originalgetreuere Anlenkung und Lagerung der Querruder.

Ein paar Tage später kamen der Baldachim und die Streben dran, welche aus Eisenrohren gemacht und mit groben Schrauben versehen waren.

Das konnte ich so nicht lassen, also setzte ich mich an mein CAD-Programm und entwarf einen neuen Baldachim und Streben.

Hierbei wurde natürlich gleich auf den richtigen Einstellwinkel geachtet, ebenso sollte die Montage am Flugplatz werkzeuglos erfolgen können. Dies wurde durch einen Verriegelungsmechanismus mit Federn realisiert.

Die Teile wurden aus 2mm GFK gefräst und mit Kirschbaumholz seitlich aufgedickt.

Die Aufnahme der Streben beinhaltet auch gleichzeitig die Befestigung der Querruderservos.

Das Fahrwerk der Bücker war auch ursprünglich aus Stahlprofilen hergestellt und war nur ungenügend gefedert. Hier schwebte mir ein voll-gefedertes Fahrwerk in CFK-Alu Bauweise vor, welches ich daraufhin im CAD entwarf und danach fertigte. Das Ergebnis war bei gleicher Festigkeit um ca. 150 g leichter als das alte starre Fahrwerk.

Die Motorhaube wird ebenfalls neu gemacht, die Urform ist bereits fertig. Die Zylinderkopfausbuchtungen wurden aus Kirschbaum aus dem Vollen gefräst, ebenfalls wie die Radschuhe. Sämtliche Kirschbaumteile sollen mit Hochglanzlack beschichtet werden.

Als Motorisierung wollte ich unbedingt einen Benzinmotor einbauen, da es in dieser Größenordnung keinen Stern als Benziner gibt, entschloss ich mich für einen Kolm 4 Takter mit 50ccm. Dieser schaut leider ein bisschen aus der Motorhaube heraus, das dürfte aber nicht zu stark auffallen. Das Rumpfvorderteil wurde mit Alublechen beplankt.

Im Moment bin ich mit dem Bespannen beschäftigt, Bilder werden nachgereicht.

 

*02.06.2013  Aktualisierung

Die Bespannungsarbeiten sind erledigt. Auch ein paar Details wie die Fahrwerksverkleidung wurden neu konstruiert und fertig gestellt. Die Motorhaube wurde ebenfalls abgeformt. Zackenbänder wurden auf die Bespannung aufgebracht.

Weitere Bilder folgen demnächst, im Moment wird sie gerade lackiert.

 

13.07.2013

Erstflug der Bücker, zwar noch nicht ganz fertig, aber ich wollte wissen wie sie fliegt. Nach kurzen Trimmen der Querruder flog sie perfekt, als hätte sie noch nie irgendwas anderes getan. Flugbild, Flugmanöver und Motorensound voll Scale. Ich bin happy!